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01.12.2017, 17:29 Uhr
2500 kleine Buchen für den Zukunftswald in Duisburg
WAZ
 DUISBURG.   Kleine Buchen sind ein Beitrag für den Klimaschutz. Aktion mit Schülern musste wegen Dauerregens abgesagt, soll aber bald nachgeholt werden.

2500 kleine Buchen liegen auf einem Stapel bereit. Die Pflanzlöcher dafür haben die Förster bereits vorbereitet. Nun sollen 100 Kinder der Mozartschule mit der Bepflanzung beginnen. Doch das Wetter mit Dauerregen spielt nicht mit und die Schüler bleiben in der Schule. Jetzt müssen Förster Stefan Jeschke, Petra Vogt (CDU), Vorsitzende der Duisburger Gruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die SDW-Landesvorsitzende, Birgit Braun von der Van-Eupen-Stiftung sowie Bürgermeister Manfred Osenger selbst ran und einige Bäume im Stadtwald setzen. „Mit so einer Aktion leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz. Das ist eine schöne Sache“, findet Osenger.

Duisburg -  Die 5000 Quadratmeter große Waldfläche ist bisher der japanischen Lärche bestückt. „Da ich eine ökologische Waldwirtschaft verfolge, ist mir die Unterpflanzung wichtig“, betont der Förster. Das heißt, die Lärchen bleiben stehen, aber „unter dieser höheren bestehenden Baumschicht“ werden nun die Buchen am Boden gepflanzt. Mit der Aktion sollen auch die Risiken des Klimawandels verringert werden. „In einem optimalen Wald haben wir eine Speicherung von zehn Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der Lärchenbestand hier im Wald hat vielleicht fünf Tonnen. Aber diese Speicherfähigkeit können wir nun auf mindestens zehn Tonnen pro Hektar erhöhen“, erklärt Jeschke.

Freude über die Spende

Die Van-Eupen-Stiftung hat die Bäume gesponsert. „Wir müssen mehr an die Natur denken. Es ist schon nach zwölf und nicht fünf vor. Das müssen die Menschen nur verstehen“, betont Ulrich Braun von der Stiftung. Jeschke freut sich über die Spende: „Solche Sponsorengelder nehmen wir natürlich immer gerne an. So können wir etwas Positives für die Natur und auch für den Bürger bewirken.“

Alle 2500 Bäume hätten die Kinder aber nicht gepflanzt. „Wir wollen ja auch nicht die Arbeitskraft der Schüler ausnutzen. Wichtig ist uns, dass sie im Wald Spaß haben und sich hier wohlfühlen“, sagt Jeschke, „ich will die Menschen in den Wald holen, denn nur, was die Leute schätzen und lieben, das schützen sie auch.“

>>IM EINSATZ ZUM SCHUTZ DER NATUR

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ist die älteste Bürgerbewegung im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes in NRW. Seit über 60 Jahren setzt sie sich für den Schutz der Wälder und den Erhalt der Umwelt ein. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Umweltpädagogik. Petra Vogt ist Vorsitzende der Duisburger SDW-Gruppe.

Die Van-Eupen-Stiftung hat ihren Sitz in Dortmund und Umwelt- sowie Naturschutz als Förderschwerpunkt.

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